Feuer, Unfall, Notfall

Welche Nummer ist im Ernstfall die richtige?
Wähl‘ auch weiterhin die 112!

Im Zusammenhang mit den jüngsten Presseberichten zur schrittweisen Zentralisierung des Polizeinotrufes 110 weist Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber darauf hin, dass die Notrufnummer 112 europaweit auch weiterhin bei Feuer, Unfall und medizinischen Notfällen gilt.

Schreiber vermutet, dass die Information über die Zentralisierung der 110 falsch verstanden werden könnte und die weiter bestehen bleibende Funktion des 112-Notrufs in den Hintergrund geraten könnte. Es könne die Auffassung entstehen, man solle im Notfall die 110 wählen anstatt der 112.

Es solle deshalb noch einmal ganz deutlich gemacht werden, dass zwischen den beiden Nummern differenziert werden müsse, so Schreiber. Notrufe über 112 sind ein wichtiges Glied in der Rettungskette und sollen es auch bleiben. Über die 112 erreicht man über Festnetz- und Mobiltelefon, unabhängig vom Anbieter, gebührenfrei die Zentralen Leitstellen (Notrufzentralen). Dort werden durch speziell geschultes Personal die für die jeweilige Notsituation benötigten Informationen abgefragt und ohne zeitliche Verzögerungen die benötigten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehren alarmiert und gesteuert.

Wann soll man die 112, und wann die 110 wählen?
Die 112 (Rettungsdienst und Feuerwehr) wird in Notfällen gewählt. Und zwar immer dann, wenn ein Mensch lebensgefährlich verletzt oder erkrankt ist, zum Beispiel durch einen Schlaganfall und Herzinfarkt oder nach einem Unfall. Lebensbedrohlich können u.a. außerdem sein: Bewusstlosigkeit, Atemstörungen, Herzbeschwerden und  Blutungen. Brände mit Verletzten, Vergiftungen, Stromunfälle und Suizidversuche, eine plötzliche Geburt – auch das sind u.a. alles Fälle für den Rettungsdienst und damit für die 112. Die 112 gilt übrigens EU-weit und kann auch aus dem Ausland erreicht werden.

Die 110 (Polizei-Notruf) wird gewählt, wenn man zum Beispiel Opfer oder Zeuge einer Straftat wird und Hilfe braucht. Auch wenn jemand etwas Verdächtiges beobachtet, kann er sich an die Polizei wenden.

Zum Hintergrund

Das Polizeipräsidium Mittelhessen führt eine schrittweise Zentralisierung des Notrufes 110 durch. Mit den beiden letzten Polizeistationen Herborn und Dillenburg wird diese Zentralisierung für den Lahn-Dill-Kreis am 25. Oktober abgeschlossen. Anrufe, die in der Region über die 110 eingehen, werden künftig nicht mehr in den einzelnen Polizeistationen, sondern zentral im Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen entgegengenommen.

 

Pressestelle
Lahn-Dill Kreis

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