Alkohol und Böller – eine gefährliche Mischung zum Jahreswechsel

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Feuerwehren warnen vor Risiken in der Silvesternacht

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Der letzte Tag im Jahr fordert die Feuerwehren und den Rettungsdienst im Lahn-Dill-Kreis erfahrungsgemäß besonders stark. Brände von Abfällen, PKWs, Wohn- und Partyräumen sowie verletzte Mitbürgerinnen und Mitbürger zählen zu den häufigsten Zwischenfällen an Silvesterfeiern. Dabei können solche Unglücke vermieden werden, wenn von vornherein etwas mehr Vorsorge getroffen und man sich der möglichen Gefahren bewusst wird. „Besonders gefährlich ist die Kombination aus übermäßigem Alkoholkonsum und Feuerwerkskörpern. Daraus resultiert ganz schnell Unachtsamkeit“, sagt Kreisbrandinspektor Rupert Heege. Das stelle den Rettungsdienst und die Notaufnahmen immer wieder vor eine große Herausforderung in der Silvesternacht. „Wir als Gefahrenabwehr des Lahn-Dill-Kreises appellieren deshalb ausdrücklich zu einem vorsichtigen und bedachten Umgang mit Alkohol, offenem Licht und Feuerwerk.“

Wie kann ich Unfälle vermeiden?

  • Schon beim Schmücken der Räumlichkeiten für die Silvesterfeier sollte darauf geachtet werden, dass ein Fluchtweg freigehalten wird. Auf leichtentflammbare Dekoartikel sollte verzichtet werden. In der Enge gezündetes Tischfeuerwerk kann schnell einen Brand und Panik auslösen.
  • Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff und gehören nicht in Kinderhände!
  • Die Gebrauchsanweisungen sollten aufmerksam gelesen und beachtet werden. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
  • Feuerwerkskörper sollten generell nur im Freien und außer Reichweite von leicht entflammbaren Gegenständen entzündet werden.
  • Ein ausreichender Sicherheitsabstand zu Menschen, Gebäuden, Bäumen und Autos sollte vor dem Entzünden in jeden Fall eingehalten werden.
  • Beim Entzünden von Raketen darauf achten, dass sie aus einer standsicheren Flasche oder aus einem Rohr NUR senkrecht nach oben abgefeuert werden.
  • Versager sollten niemals ein zweites Mal entzündet, sondern mit Wasser übergossen werden.
  • Deshalb sollte auch immer ein entsprechendes Löschmittel bereit stehen (Eimer mit Wasser zum Beispiel).
  • Es wird außerdem dazu geraten, beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung darauf zu achten, dass alle Fenster (besonders auch Dachfenster) geschlossen sind, damit keine Feuerwerkskörper in die Räumlichkeiten gelangen können.
  • Feuerwerkskörper sollten auf keinen Fall selbst hergestellt werden.
  • Mülltonnen, insbesondere die Papiertonne, sollten am Silvestertag ab dem Nachmittag möglichst an einem sicheren Ort abgestellt werden – noch sicherer ist das Zukleben der Tonne. Dass Feuerwehren jedes Jahr zu Silvester wegen brennender Mülltonnen ausrücken, ist keine Seltenheit. Je nachdem wo eine brennende Tonne steht, besteht oftmals auch die Gefahr von einem Übertreten des Feuers auf dicht benachbarte Wohnhäuser, Carports oder Garagen.
  • Gehen Sie sorgsam mit dem Genuss von Alkohol um.

Auch die Zubereitung des Essens an Silvester stellt häufig eine große Gefahr dar: Brennendes Fett in der Fritteuse, im Fondue oder in der Pfanne sollte niemals mit Wasser gelöscht werden – spritzendes Fett ist sehr gefährlich. Sollte sich einmal Fett entzündet haben, rät die Gefahrenabwehr, den Behälter mit dem Feuer vom Herd oder der Fondue-Flamme zu nehmen und das Feuer mithilfe des Deckels zu ersticken. Ein fest sitzender Deckel lässt eine Flamme sofort erlöschen.

„Wenn jeder nur ein bisschen darauf achtet, sorgsam mit sich und seinen Mitmenschen am Silvesterfest umzugehen, entschärfen sich viele potentielle Gefahren von ganz alleine“, so Heege.

Sollte es,  bei aller Vorsicht, dennoch zu einem Schadensereignis kommen, sollte  umgehend die 112 (Feuer/Unfall/Notfall) angerufen werden. Betroffene sollten ihre Mitmenschen und sich in Sicherheit bringen und Löschversuche unternehmen, wenn sie sich nicht selbst dabei gefährden. Fenster und Türen des Brandraumes sollten geschlossen und Verletzen geholfen werden.

 

Pressestelle
Lahn-Dill Kreis

 

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